Weihnachtsgeschichte

Weihnachtsgeschichte

Eine Weihnachtsgeschichte

Am Vormittag des Heiligen Abend ging der kleine Junge mit seiner Omi in die Stadt um noch ein paar Besorgungen zu erledigen. Sie kamen an einem Weihnachtsmann vorbei, der vor Karstadt stand. Dieser sprach ihn an: „Na kleiner Junge magst Du dem Weihnachtsmann ein Gedicht aufsagen? Ich hab auch ein Geschenk für Dich!“

Der kleine Junge glaubte nicht mehr an den Weihnachtsmann, denn seit er zur Schule geht ist er ja schon groß! Seine Mitschüler der 1. Klasse hatten ihn zum Anfang verspottet, als er erzählte dass es den Weihnachtsmann wirklich gibt, denn sein Papa hat es doch gesagt und Papa hat immer Recht! Jetzt zweifelte der kleine Junge wieder. Wer hat denn nun Recht, wer sagt die Wahrheit, Papa oder die anderen Jungs?

„Du bist nicht der Weihnachtsmann und überhaupt, ich glaube nicht mehr an den Weihnachtsmann“, antwortete der kleine Junge nun doch zögernd. Sie gingen weiter. In der nächsten Straße stand vor dem großen Kaufhof auch ein Weihnachtsmann. Diesmal mit einem Esel an seiner Seite. „Na kleiner Mann, sagte der 2. Weihnachtsmann, warst Du auch immer artig, so dass ich Dir Geschenke bringen kann?“ Oma und Junge blieben wieder stehen.

Der kleine Junge sagte: „Papa sagt, es gibt nur einen echten Weihnachtsmann, warum stehen denn hier zwei in der Stadt? Da stimmt was nicht Omi, wir sollten das mal testen!“

„Ach Kind, wir müssen weiter und Du wirst sehen, heute Abend kommt der echte Weihnachtsmann auch wieder zu Dir“, sagte die Omi. Der Junge überlegte wie er es rausfinden könnte, wer nun der echte Weihnachtsmann hier in der Stadt ist und ob es ihn denn nun wirklich gibt. Er wollte sofort zurück zu dem vor Karstadt und zog seine Oma mit.

Er ging zu dem Weihnachtsmann der vorm Eingang von Karstadt stand und fragte: „Bist Du der echte Weihnachtsmann?“ „Ja selbstverständlich bin ich der Echte“, sagte der Mann im roten Mantel mit dem weißen langen Bart. „Aber da hinten vor Kaufhof steht auch noch ein Weihnachtsmann, komm mal mit zu dem anderen, ich will euch jetzt testen, wer von euch beiden der Echte ist“, sagte der Junge. Dem Weihnachtsmann war das eigentlich nicht recht, sollte er doch vor diesem Kaufhaus seinen Dienst tun. Auf der anderen Seite wollte er den Jungen auch nicht enttäuschen und ging mit.

Der von Kaufhof traute seinen Augen nicht, als der kleine Junge mit seinem Kollegen zurück kam. „Was machst Du hier?“ flüsterte er dem anderen Weihnachtsmann zu. „Der Junge bat mich mit zukommen, er wolle wissen, wer von uns der echte Weihnachtsmann ist“ flüsterte der Karstadt-Weihnachtsmann zurück.

„Also“, sagte der kleine Junge, „ihr behauptet beide der echte Weihnachtsmann zu sein, aber mein Papa sagt, es gibt nur einen Echten! Also will ich euch jetzt testen. Die Weihnachtsmänner schauten sich an und ihnen war nicht wohl bei dem Gedanken.

„Okay“, sagte der Junge, „mein Papa sagt, der echte Weihnachtsmann hat einen richtigen Bart“. „Oh ja“, sagte der von Kaufhof, „Du kannst gerne mal an meinem Bart zupfen, natürlich ist der echt“. Der Junge zog daran und es geschah – nichts. „Okay, Eins zu Null für den von Kaufhof“ freute sich der kleine Junge.

„Bei mir kannst es auch testen“, sagte der Karstadt-Weihnachtsmann, „aber nicht so fest, das tut dann weh“. Auch hier versuchte es der Junge. „Aua“, stöhnte der von Karstadt aber der Bart blieb dran. „Hm, Eins zu Eins“, meinte der Junge. „Gut dann die nächste Aufgabe, Du Weihnachtsmann von Karstadt, mein Papa sagt, der echte Weihnachtsmann kann alle Weihnachtslieder auswendig singen. „Das stimmt“ sagten beide Männer gleichzeitig. „Welches willst Du hören“ fragte der von Karstadt. „Stille Nacht – Heilige Nacht“ antwortete der Junge. Der Weihnachtsmann fing an zu singen. „Jetzt steht es zwei zu eins“ meinte der Junge und an den Kaufhof-Weihnachtsmann gewand: „Von Dir will ich Alle Jahre wieder… hören“. Auch das Lied wurde gesungen. Beide Weihnachtsmänner freuten sich dass sie die Prüfungen bestanden hatten und glaubten der Junge gäbe nun auf. „So liebe Weihnachtsmänner, es steht unentschieden, also gibt es noch eine letzte Aufgabe. Mein Papa sagt, der echte Weihnachtsmann kann es schneien lassen. Ich wünsche mir dass es schneit!“ Der von Karstadt und der von Kaufhof sahen sich an und zuckten mit den Schultern. „Also ich muss auch jetzt zurück zu Karstadt“, sagte der von Karstadt. „Ja und ich muss dem Esel was zu fressen geben“ sagte der von Kaufhof.

„Siehst Du Omi“, sagte der kleine Junge enttäuscht, haben die Jungs aus meiner Klasse doch recht, es gibt den Weihnachtsmann nicht wirklich, Papa hat mich angelogen!“

Die Oma nahm ihren Enkel in den Arm und drückte ihn. „Komm, wir gehen jetzt nach Hause“ sagte sie. Der Junge drehte sich noch einmal zu den beiden Männern im roten Mantel um und schaute ihnen nach, als es plötzlich anfing zu schneien !

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