Berlin by Night

 

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Mit allen Sinnen durchs nächtliche Berlin

Der etwas andere Streifzug – das etwas andere Shooting – Berlin by Night

 


Die ersten warmen Tage versprachen auch warme Abende. Sonnenuntergang ganz romantisch auf  einer Brücke. Eigentlich dachten wir an die Warschauer Brücke, zwischen den Partymeilen in Friedrichshain und Kreuzberg. Berlin by Night. Ein ständiges Kommen und Gehen am S- und U-Bahnhof und natürlich der Partytram M10. Vom RAW-Gelände kam Musik, die Züge kamen an und fuhren fort. Die Sonne senkte sich am Horizont.

Menschenmengen liefen über die Brücke.

Eigentlich war es mal sehr schön trashig hier an diesem Ort. Aber jetzt wird auch hier alles hübsch gemacht, es wird gebaut wie verrückt und das gesamte Flair stimmt nicht mehr.


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Berlin verändert sich ständig, das macht die Stadt natürlich spannend, aber es stimmt mich manchmal auch traurig und nachdenklich. Das Urbane geht langsam verloren, die Individualität und die Kreativität verlieren sich im architektonischen Einerlei. Viel Glas und Beton, klar und übersichtlich. Altes wird abgerissen – ist überholt – passt nicht mehr – verbraucht zuviel Platz.

Auf dem RAW-Gelände ist sie noch zu finden, die alte übriggebliebene Industriearchitektur, die Kreativität aus diesen alten Gemäuern etwas zu machen, sie modern zu nutzen. Aber für wie lange noch?


 

Draußen sitzen, den Tag ausklingen zu lassen, eine Kleinigkeit essen und Party machen!

 

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Nach der Warschauer Brücke ohne die alte Romantik zur Oberbaumbrücke. Es sind nur wenige Meter. Auch hier gibt es noch einige Clubs und Restaurants, die sich tapfer dem Bauboom und dem modernen Allerlei entgegen stämmen. Fastfoodrestaurants vor und hinter der Brücke und in der Mitte – die Romantik!

Lichter spiegeln sich im Wasser, ein Boot kommt auf nächtlicher Tour vorbei, die gelbe Bahn hell erleuchtet überquert die Spree. Das Partyvolk pilgert von einer Location zur Nächsten. Hier spricht Berlin  wirklich alle Sinne an.


 

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Meine Augen sehen die Lichter der nächtlichen Stadt, mein Mund spürt das kühle Getränk. Mein Herz ist glücklich über die Nähe zu meinem Partner, ich fühle mich gleichzeitig frei, geborgen und geliebt. Ich freue mich, bin happy, wir wollen hier shooten. Ein frühlingshaftes Outfit für einen Restaurant- oder Theaterbesuch oder auch zu einer coolen, edlen Party. Meine Ohren hören den Lärm der Autos, Rettungswagen rasen mit Blaulicht und Martinshorn an mir vorbei. Meine Nase ist angeekelt von zwei markanten Düften. Gras und Urin!

Das Partyvolk kommt rauchend vorbei und zieht eine Grasfahne hinter sich her. Ein paar undefinierbare Typen erleichtern sich an den Brückenpfeilern oder im angrenzenden Gebüsch. Keiner stört sich daran.

Nur meine Nase!


 

  • Anzug: Reserved
  • Shirt: H&M
  • Pumps: Gucci
  • Tasche: No Name (Vintage)
  • Choker: Therapy, Recycle and Exorcise
  • Uhr: Uhrwerk Berlin

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Trotzdem fühle ich mich gut und freue mich auf auf das Shooting. Natürlich brauchen wir etwas mehr Platz für das Fotoequipment, die Leute nehmen es gelassen. Einige schauen, anderen ist es egal, sie umrunden uns einfach und ein paar Radfahrer klingeln sich ihren Weg frei. Einige Einstellungen noch, dann geht es los. Zwischendurch immer wieder ein prüfender Blick auf die Ergebnisse. Sieht schon ganz gut aus. Sicherlich könnte es teils noch heller sein, aber dann wäre es auch nicht die Stimmung, die mein Fotograf gerne einfangen wollte. Alles im Kasten – dann ziehen wir wieder zur nächsten Location, zum nächsten Setting. Immer an der Spree entlang.

Berlin by Night.


 

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Es ist aufregend und schön, den Abend mal so zu genießen und ich finde es Mega, dass mein Partner und Fotograf das alles für mich mitmacht und Berlin so viele tausend Möglichkeiten bietet, mich und meine Blogarbeit in Szene zu setzen.


Berlin, ick liebe dir!

 

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4 Antworten to “Berlin by Night

  • Hey Mo, wunderschöne Bilder !!!!
    Ja das ist wirklich schade das so viele Gebäude nur noch aus Glas bestehen , ich mag es überhaupt nicht . Das ist nicht Berlin , die vielen schönen alten Gebäude machen eigentlich Berlin aus . Auch die schönen alten Kneipen finde ich immer so toll , dort findet man so oft , richtige Berliner Orginale .
    Ein schöner Bericht, bis bald in Berlin .
    Liebe Grüße Claudia

    • Liebste Claudia,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein Kompliment zu den Bildern. Werde es gerne an den Fotografen weiterleiten, smile …
      Stimmt, die neuen Gebäude haben oft nicht so viel Charme, wie die Alten, obwohl sie teils von der Architektur sehr schön sind. Mir sind die, die eine Geschichte haben (erzählen könnten) auch viel lieber. Aber oft lohnt es sich wohl auch nicht, diese zu erhalten.
      Ich freue mich auf ein Treffen mit Dir und dann machen wir den nächsten Streifzug zusammen, smile …
      Ganz liebe Grüße
      Mo

  • Liebe Mo, ein weiterer spannender Streifzug durch Berlin. Du hast recht, das Blankpolieren an allen Ecken und Enden steht Berlin nicht wirklich. Berlin ist auch irgendwie immer ein bisschen dreckig, ein wenig zu grau und dann doch wieder bunt durch die Menschen, die dem Farbe verleihen.

    Aber durch den Schicki Bauboom werden auch diese Menschen verdrängt. So wie der Prenzelberg seine schönste Zeit vor 20 Jahren hatte, als alles nich nicht perfekt war. In den Fassaden gab es noch Einschusslöcher aus dem Weltkrieg und Wohnungen mit Ofenheizung und Toiletten auf der Zwischenetage. Nicht komfortabel, aber echt. Gut, dass der Hundedreck abgenommen hat, begrüße ich auch 😉 Unten auf der Straße reihten sich Imbisse aus aller Herren Länder, wo man auf einer Bierbank für ein paar “Mark” lecker richtig afrikanisch oder sonst wie essen konnte. Dort, wo heute Schauspieler teure Inläden betreiben. Es wird sauberer, glatter und “komfortabler” aber nur für die die es sich leisten können. Die anderen werden verdrängt. Ich würde mir da auch mehr “urbane” Lösungen wünschen, die eine bunte Mischung erhalten. Aber auch ich habe keine bezahlbare Wohnung mehr in der Innenstadt gefunden und werden daher Potsdamerin.

    Wiedermal tolle Bilder!

    Allerliebste Grüße
    Chris

    • Liebste Chris,
      erst ein mal vielen Dank für Dein Kompliment.
      Ja, es ist mancherorts wirklich sehr schade, dass soviel renoviert und restauriert wird. Natürlich muss es sein, aber ich bin auch der Meinung, dass man es behutsam machen sollte und dabei auch auf eine gute Mischung und Preislage für alle achten sollte. Denn wenn es zu einseitig wird, geht der typische Berliner Charme schnell verloren.
      Liebste Grüße und einen charmanten Sonntag, meine Liebe.
      Mo

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