Private Statement – Nach der Fashion Week ist vor der Fashion Week

Just-take-a-look.berlin - MBFW Erika-Hess-Eis-Stadion

Private Statement

Nach der Fashion Week ist vor der Fashion Week

Zu meinen ganz persönlichen Highlights gehörten die Schauen von Isabel Vollrath, Maisonnoée und Vanesa Krongold, aber auch die kleine Auszeit in der Hashmag Blogger Lounge, das Zusammentreffen mit Marcell.von.Berlin und das dortige Fotoshooting im LFNA, die Pool Party im Haubentaucher und natürlich die Gespräche über Kooperationsmöglichkeiten und Fotostrecken mit Firmen und Designern. Eine ereignisreiche Woche ist vorbei, meine Freundinnen sind gut in ihren Städten wieder angekommen, der Alltag hat auch mich wieder fest im Griff und geblieben sind erst einmal noch ein mega Berg an Bildern, jede Menge Goodies und einige wertvolle Ideen die darauf warten verarbeitet zu werden.

Es war eine schöne, interessante, aber auch anstrengende Woche. Es hat Spaß gemacht, mir hat die Fashion Week wieder einmal einiges an Input für Outfits und Styles gegeben. Modeideen zu sehen, zu schauen wohin geht der Trend in der kommenden Sommersaison, zu erleben wie viel Mühe sich die Designer gegeben haben ihre Kollektion auf die Beine zu stellen und mit viel Geld diese während der MBFW Berlin zu präsentieren, immer in der Hoffnung, dass sie sich später auch gut verkauft.

Es ist ein hartes Business, die Modewelt wird schon oft mit einem Haufischbecken verglichen und deshalb sollte man die Arbeit der teils jungen Designer anerkennen, wenn man schon die Gelegenheit hat dabei zu sein. Ob einem persönlich die gezeigte Fashion gefällt oder nicht – steht eigentlich auch nicht zur Debatte, das muss jeder ja für sich selbst entscheiden. (Mir gefiel auch einiges nicht so gut, käme für mich nicht in Frage, anderes wiederum hätte ich am liebsten gleich angezogen). Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden und ob man den Mut hat, die manchmal auch ausgefallenen Kreationen zu tragen ist nochmal eine ganz andere Sache (vom Preis ganz abgesehen). Das Können und das Handwerk sollte bei den Schauen noch mehr beachtet und nicht nur per Smartphone konsumiert werden.

Dann lernt man es vielleicht eher zu schätzen dabei gewesen zu sein. Ich jedenfalls bedanke mich bei allen Designern und Agenturen für die Einladungen, es waren für mich interessante Momente, es war toll präsentiert, manchmal leicht chaotisch im Vorfeld organisiert (Counter), aber das tat meiner Stimmung keinen Abbruch. Ich habe den Trubel gerne mitgemacht.

Schlussendlich muss ich sagen, dass die Schauen im Stadion eher Ready-To-Wear-Fashion gewesen ist und die Designer, die im me collectors room oder auch im Kronprinzenpalais präsentiert haben schon spezieller, etwas experimentierfreudiger oder eben nicht ganz so kommerziell waren.

Mittlerweile habe ich auch bei einigen Blogs die verschiedenen Reviews zur Fashion Week gelesen und musste feststellen, dass hier und da mehr oder weniger leise bis lautstarke „Kritik“ durch kam. Dabei ging es aber gar nicht um die Fashion der Designer, sondern um Nebensächlichkeiten.

Es wurde zum Beispiel die „Wichtigkeit“ bei der Platzvergabe für die Schauen bemeckert. Sorry, aber das kann ich nun gar nicht verstehen. Für mich hörte sich das mehr nach Beleidigt sein und Neid an. Haben die Mädels so wenig Selbstwertgefühl, dass sie sich darüber mokieren müssen, in welcher Reihe sie sitzen? Definieren sie sich über Reihe 1-3 als wertig und zur „ersten Liga“ gehörend und was weiter hinten ist, ist unbedeutend und „Füllmaterial“? Sicher ist es besser und schöner in der ersten Reihe zu sitzen, man kann bessere Fotos machen und sieht letztendlich auch mehr. Ich hatte das Vergnügen 2 x in der Front Row zu sitzen, aber auch 4 x in der 2.Reihe, 1 x 3.Reihe, auch 1 x in der Vierten und ich bin mir deswegen nicht mehr oder weniger „wichtig“ vorgekommen. Aber gereizt oder sauer zu reagieren wenn ein Platz in den vorderen Reihen nicht zur Verfügung steht – das ist albern!

Auch die Aufreger über andere Bloggerkolleginnen will ich nicht mehr lesen und kann ich auch nicht nachvollziehen. Sich zu beklagen, dass ihnen nicht die Hand gereicht worden ist bei einem Treffen, oder sie geflissentlich übersehen wurden bei einigen Events – darüber muss man sich nicht aufregen und ärgern! Solch ein Verhalten seiner Mitmenschen kann man eigentlich nur bedauern, denn sie haben es scheinbar verlernt oder vielleicht nie gelernt sich anständig in unserer Gesellschaft zu benehmen. Ebenso die Cliquenbildung bei einigen Veranstaltungen. Einige Bloggerinnen fühlten sich einsam und außen vor. – ????? –  Da muss ich mich fragen: „Wo ist das Selbstbewusstsein geblieben, was sie sonst in ihren Posts auf den Blogs zeigen. Alles nur Fassade? Sind sie in größerer Runde nicht in der Lage „ihre Frau“ zu stehen und ein Event auch mal solo durchzuhalten? Muss es immer im „Rudel“ sein? Leute ihr wollt erwachsen sein! Ihr wollt euren Blog als Business anerkannt haben. Dann handelt auch so und stellt euch nicht hin und jammert: „Keiner hat mich lieb, keiner spricht mit mir“. Das ist Kinderkram! Im Job muss ich auf andere und auch fremde Menschen zu gehen können, muss manchmal oberflächlichen Smaltalk halten und kann nicht immer tiefgründige Gespräche erwarten. Auch das muss man aushalten können. Und wenn hinterm Rücken gequatscht wird – na und? darüber kann man sich doch innerlich amüsieren – und außerdem: Wer im Gespräch ist, wird wahrgenommen!

Den letzten Punkt durfte ich bei einem Event auch erleben, erst scannende Blicke und anschließend das Getuschel der Hühner. Es war schon offensichtlich dass meine Freundin und ich zum Thema wurden. Na und? Wir haben uns jedenfalls köstlich über das unreife Verhalten amüsiert. Überhaupt gab es einiges am Verhalten anderer zu belächeln, wenn man sich vor und bei den Schauen und Events umgesehen hatte. „Leute gucken“ macht wirklich Spaß und ist oft recht unterhaltsam.

Die Feststellung oder auch Überlegung einiger Bloggerkollegen ob man sich den Modezirkus antun möchte oder muss ist legitim, aber vergesst nicht, es ist oft die Hand die euch füttert – ob in kleinen oder in großen Mengen, ob für Kooperationen, eigene schöne Blogbilder oder entsprechendem Content und da sollte man sich auch auf Kompromisse einlassen können und nicht arrogant zu denken – das brauche ICH doch nicht mehr!

Schade dass man beim Lesen eigentlich interessanter Artikel und Berichte über die verschiedenen Shows dann noch solch einen Kinderkram zu sehen bekam! Ich musste mich manchmal wirklich zusammenreißen und habe den Blog lieber verlassen, bevor das Kommentarfeld kam.

Aber jetzt können sich alle erst einmal wieder entspannen und bis zum Januar vielleicht zu neuen Erkenntnissen gekommen sein, denn die nächste Fashion Week ist vom 17.01.-20.01.2017

Gerne dürft und könnt ihr eure Meinung und Erfahrung im Kommentarfeld hinterlassen, ich freue mich darauf und bin gespannt.

Just-take-a-look.berlin - Nach der Fashion Week ist vor der Fashion Week

Just-take-a-look.berlin - Nach der Fashion Week ist vor der Fashion Week

Just-take-a-look.berlin - Nach der Fashion Week ist vor der Fashion Week

Just-take-a-look.berlin - Nach der Fashion Week ist vor der Fashion Week

Just-take-a-look.berlin - Nach der Fashion Week ist vor der Fashion Week

Just-take-a-look.berlin - Nach der Fashion Week ist vor der Fashion Week

Just-take-a-look.berlin - Nach der Fashion Week ist vor der Fashion Week

Instagram

4 Antworten to “Private Statement – Nach der Fashion Week ist vor der Fashion Week

  • Liebe Mo,
    Ein interessanter Bericht. Schade, dass es einigen nicht mehr um die Sache an sich dreht. Nämlich die Designer und ihre Mode. Viele sehen nur den Glimmer und die Fassade, aber nicht die knallharte Arbeit und das Risiko. Aber wir haben ja dich. Hilsen fra Møn Sabine

    • Oh ich danke Dir liebe Sabine. Ich weiß auch nicht was mit einigen oder sogar vielen Besuchern der Schauen los ist, vielleicht sehe ich das nur so, weil ich so viele Designer kenne und weiß wie schwer es oft ist die Kollektion gut zu verkaufen. Auf jeden Fall sehe ich es genauso wie Du, dass ganz viele Zuschauer und Blogger einfach nur vom Glamour einer Modenschau profitieren möchten und sich wahrscheinlich recht wenig um das „Drumherum“ Gedanken machen. Wäre sehr schade für die Designer, gerade die Newcomer müssen Zahlen haben damit sie für die nächste Saison kalkulieren können! Liebe Grüße nach Dänemark, Mo

  • Schön geschriebener Artikel von dir Mo, dass man sicherlich die gezeigte Mode bei solchen Shows wichtiger nehmen sollte als sich selbst, sollte doch eigentlich selbstverständlich sein. Aber wie du das schreibst, ist es wohl nicht so. Ich bin leider bei der Fashionweek nicht gewesen, aber ich lese einige Blogs zu Modethemen. Kann das wirklich sein, dass sich Blogger so daneben benehmen? Denkt man garnicht wenn man die Fotos anschaut. Krass!
    Liebe Grüße von Britta

    • Hallo Britta,
      stimmt, man kann es sich anhand der tollen Bilder auf den Blogs nicht vorstellen, dass sich manche „Herrschaften“ nicht benehmen können oder auch scheinbar kein Selbstwertgefühl haben. Traurig, aber wahr! Liebe Grüße aus Berlin, Mo

Eine Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen