Bloggen verändert…

Bloggen verändert...

Bloggen verändert…

Bloggen verändert? Eine Freundin sagte letztens zu mir: „Ich finde, dass du dich verändert hast, seit du deinen Blog hast“. Oh, da war ich wirklich erstaunt und auch etwas unangenehm überrascht. Habe ich mich wirklich verändert? Ich horchte weiter in mich hinein.

Sicherlich sieht man viele Dinge anders, überlegt bei einigen Sachen nochmal genau ob das okay ist, sieht schöne Orte in der Stadt mehr als Location für das nächste oder übernächste Shooting und denkt beim Kauf von Klamotten und Accessoires oft an schöne Fotos. Stimmt, da muss ich ihr Recht geben. In unserem Gespräch erzählte sie, dass es ihr schon öfters aufgefallen sei, dass ich sehr häufig von meiner Arbeit am Blog berichte und auch nicht mehr so viel spontane Zeit hätte. Wenn wir es denn mal geschafft haben uns zumindest After Work zu treffen, würde ich Fotos am Tisch vom Essen und den Getränken machen, oder irgendwelche Graffitis fotografieren an denen wir vorbeilaufen – immer mit dem Kommentar: „Könnte ich vielleicht für meinen Blog gebrauchen“.

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Auch mein Freund meinte vor ein paar Tagen als wir mal wieder auf dem Flohmarkt stöbern waren: „Kaufst du das für´s nächste Shooting?“

Es gab mir doch zu denken, innerhalb kurzer Zeit zwei Bemerkungen zu meinem Verhalten wenn ich in der Stadt unterwegs bin. Ich musste mir doch eingestehen: Ja sie haben beide schon Recht. Ich sehe viele Dinge jetzt mit „Bloggeraugen“, soll heißen, ich stelle mir spontan vor, wie ich ein neues Accessoire oder neue Klamotten für das nächste Shooting umsetzten kann, wie ein Graffiti, Plakattext oder ein Ort toll zu meinem Blog passen würde. Ja auch in Punkto Zeit haben beide Recht.

Ich verbringe sehr viel Zeit am Rechner mit Bilder sichten und bearbeiten, mit Content verfassen und die Artikel zusammenstellen. Aber es macht sich ja auch nicht von alleine! An einigen Tagen geht es ziemlich zügig, an Anderen dauert es oft richtig lange. Wenn dann das Telefon klingelt wirke ich sicher oftmals etwas genervt, dass mich jemand stört. Das Gefühl hatte ich vor meiner Blogarbeit eigentlich nie.

Meine Prioritäten haben sich tatsächlich etwas verschoben, aber dass es anderen so auffallen würde hätte ich nicht gedacht. Hmm… Natürlich wurde ich in diesem Zusammenhang auch gefragt, ob es sich denn auch lohnen/auszahlen würde soviel Zeit zu investieren. Naja, richtigen Verdienst erziele ich natürlich noch nicht mit meinem Blog, aber etwas kommt schon rein.

Außerdem darf man ja auch die „Vergünstigungen“ nicht außer acht lassen, seien es Einladungen zu Events, Ausleihe von Kollektionsteilen oder auch die vielen Goodiebags, in denen oft sehr schöne und hochwertige Produkte zu finden sind. All das habe ich vor meinem Blog nicht gehabt. Für mich ist es immer noch ein Hobby, dass ich sehr ernst nehme und viel Enthusiasmus hineinstecke, da ich mir natürlich auch noch mehr Erfolg und Wertschätzung erhoffe – auch finanziell.

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Natürlich habe ich den Anspruch an mich selbst besser zu werden, meinen Content öfter ausführlicher zu gestalten, vielleicht auch am Layout des Blogs noch weiter zu arbeiten (so wie ich bei den neusten Posts Bilder und Text gemixt habe) um letztendlich auch mehr Kooperationen zu bekommen. Aber ich weiß auch dass es ein langer Weg ist, der wahrscheinlich kein Ende nimmt, weil man doch immer etwas findet, was Verbesserungswürdig ist und außerdem fehlt mir eine Eigenschaft: Geduld! Am liebsten möchte ich alles jetzt und sofort. Nur beim Bloggen klappt das bekanntlicher weise nicht und Reichweite und User/Follower will ich mir trotz der vielen Angebote/Werbung nicht kaufen, sondern möchte sie eigenständig und durch meine Arbeit erhöhen. Und das wiederum klappt nur mit stetiger Präsenz von Artikeln auf dem Blog und in den sozialen Netzwerken in denen ich mich auch noch mehr einarbeiten und engagieren muss. 🙂

Soviel zum Thema Zeit und Veränderung…

Alle diese Gedanken und meine Motivation versuche ich meinen Freunden zu erklären, aber ich habe mir fest vorgenommen sie nicht zu vernachlässigen. Wie geht es euch? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

 

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2 Antworten to “Bloggen verändert…

  • Bloggen verändert …!!!

    Hi liebe Mo,

    Dein Artikel hat mich sehr berührt, beschäftigt und nachdenklich gestimmt. Unterschwellig lese ich viel Traurigkeit und Excuses für etwas, was Dir doch eigentlich unendlich viel Freude macht und Deinem Leben eine neue Richtung gibt. Du bist mit so viel Know-how, Interesse, Euphorie, Engagement, Liebe, Herzblut, … vor einem Jahr in Deinen Blog gestartet und hast für Dich einen Traum verwirklicht und Deinem Leben – neben Job und Privatleben – einen neuen Sinn gegeben!!!

    Ich folge Dir von Anfang an und bin ehrlich schwer beeindruckt, was Du in dem einen Jahr geschafft hast und wie viele spannende, interessante Bereiche Du inzwischen abdeckst und mit Deiner herrlich frischen, ansteckenden Art darstellst!!! Da ist es wohl nur verständlich, dass Dein Partner, Deine Familie und Freunde traurig sind, dass Du nicht mehr so viel Zeit für Deine Lieben hast!! Das ist auch verdammt schwer zu ertragen!!!

    Mein eigenes Beispiel: Ich musste vor exakt 6 Jahren mein Leben komplett ändern, weil ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so weitermachen konnte, wie zuvor. Ich hatte nicht mehr die Kraft, um mich um Familie und Freunde zu kümmern und ich steuerte in die entgegengesetzte Richtung und musste mich zurückziehen. Für mich eine harte Prüfung und für meine Familie und meine Freunde auch eine sehr schwere und traurige Zeit! Meine Ärztin sagte mir damals immer wieder: „Leben heißt Bewegung – und Bewegung bedeutet Veränderung!“ Bei mir war es die Bewegung in einen „temporären Ruhestand“! Mit Unterstützung meiner Lieben fand ich neue Ziele und ein neues zauberhaftes Leben!!!

    In Deinem Blog hingegen sehe ich Deine rasante, spannende positive Bewegung in die aufregende und faszinierende Welt der Designer und Fashion-Welt, in verrückten Lifestyle, in cooles Ambiente, Beauty, and more!!! Freue mich auch immer irre auf deine ausgefallenen Kultur- und Szene-Tipps!!! Unser Leben ist so kostbar und so verdammt kurz!! Deshalb denk‘ an Dich, glaub‘ an Dich und mach das, was dich weiterbringt!!!

    Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg, und dass du alle-und-alles „unter einen wunderschönen Hut“ bekommst!!! Von Herzen liebe Grüße mit meinem derzeitigen Lieblingssong von Y. Catterfeld:

    Dein Herz ist ein Pendel, es schlägt und schlägt aus.
    Solang‘s sich bewegt, bewegst du dich auch.
    Dein Herz ist im Wandel, wann immer du glaubst,
    du wärst am Boden,
    zieht‘s dich nach oben.
    Lass es noch weiterschwingen,
    es wird dich weiterbringen!
    Das Herz ist ein Pendel es schlägt und schlägt aus.

    Ciao TINA ;-***
    19. August 2016

    • Liebe Tina,
      ganz, ganz lieben Dank für Deinen so ausführlichen Kommentar und Deine ehrlichen Ausführungen, aber auch für den kleinen Einblick in Dein Leben, in Deine Gefühle. Der Songtext ist wirklich schön und ich denke Deine Ärztin hat Recht. Ja, Leben ist Bewegung und eben auch Veränderung, im Großen wie im Kleinen und unser Leben ist kostbar – wir haben auch nur das Eine! Ich denke auch, dass wir in unserem Leben genau das machen sollten, was uns Spaß macht und Freude bringt – auch wenn es anderen schwer fällt sich damit zu arrangieren. Jeder ist in erster Linie für sich selbst und sein Wohlbefinden verantwortlich und sollte die Zeit die ihm dafür zur Verfügung steht gut nutzen.
      Ich werde auf jeden Fall an meiner Blogarbeit festhalten, werde Dir und allen anderen Lesern weiter aus Berlin berichten und auch ein wenig von mir, wenn es Themen sind von denen ich glaube, dass sie auch andere Ladies beschäftigt und interessiert.
      Liebst,
      Mo

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