Notre Dame – and a bit of Paris


Notre Dame

– A bit of Paris


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Eigentlich wollte ich nur Bilder des Shootings meines Outfits zeigen. Die Kirschblüte hier in Berlin, mit einem Look, der für mich persönlich ein bisschen Paris – Feeling war.

Nicht nur durch die Bluse mit den Eifeltürmen von Karl Lagerfeld, sondern auch durch die Kirschblüte, Teile der Location und meine persönliche Erinnerung an eine vergangene Zeit in Paris, aus der es leider keine  “blogtauglichen” Aufnahmen gibt.


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Jetzt nutze ich die Bilder des Shootings als Begleitung zu einem Ereignis, dass mich zwischen Trauer und Genervt sein schwanken lässt.


Die Notre Dame brennt!

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Die Hiobsbotschaft der vergangenen Woche aus Paris, dass die Notre Dame in Flammen stand, schockte mich total. Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile und der News Feed in allen Sozialen Medien und bei den TV Sendern quoll über von Bildern der Kathedrale in Paris.

Trauer, Angst, Entsetzen!

Die Reaktionen waren enorm. Trauer, aber auch Nervosität wegen der Vermutung eines Anschlags. Nicht nur Paris war geschockt und die Angst und die Erinnerung an die Terroranschläge waren mit einem Mal wieder allgegenwärtig.


 


Ein Kulturgut schien in Flammen aufzugehen. Die Feuerwehr gab ihr bestes und sie konnte schließlich den Brand unter Kontrolle bringen. Schnell wurde aber auch klar, es war kein Anschlag, denn Bauarbeiten schienen der Auslöser für die Katastrophe gewesen zu sein. Große Erleichterung machte sich breit und auch die Frage –

Was nun? Wiederaufbau? – Kosten? – Zeit?

 


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Kurze Zeit später wurden Spenden von reichen französischen Familien bekannt gegeben, die einige Millionen Euro zur Verfügung stellen würden. Genau damit kamen dann auch die Kommentare und Diskussionen im Netz.

Die Sozialen Medien!

Kritiker, Neider, Befürworter, Moralprediger, Weltverbesserer und auch die Leute, die ihre Kommentare als witzig ansahen, meldeten sch zu Wort.

In den sozialen Medien wurde teils sehr heftig diskutiert, denn es wurde angeklagt und auch befürwortet. Es wurden Vergleiche angestellt und Vorschläge gemacht, wie das Geld besser anzulegen sei:

 

  • Millionen für eine Kirche – aber in Afrika verhungern Kinder!
  • Menschen sterben in Kriegsländern – wo bleibt da die Hilfe?
  • Notre Dame ist ein Kulturgut – es muss wieder aufgebaut werden.
  • Die Kathedrale ist ein Wahrzeichen – der Wiederaufbau ist nötig!
  • Flüchtlinge im Mittelmeer – hier sollte das Geld eingesetzt werden!
  • Schlimm wenn Menschen für Gebäude so viel spenden – aber nicht für hungernde Kinder!
  • Wenn in Europa etwas geschieht – ist die restliche Welt bedeutungslos.
  • Geld für einen Kirchenaufbau auszugeben ist dekadent!
  • Es ist Eurozentrismus der Spender.
  • Für das globale Klima sollte das Geld genutzt werden!
  • Die katholische Kirche hat selbst genug Geld!
  • Hat Quasimodo seinen Joint weggeworfen?
  • uvm.


Es fing an mich echt zu nerven. Warum dürfen Menschen nicht ihr verdientes (hoffentlich versteuertes) Geld für das ausgeben, wo für sie es persönlich ausgeben möchten? Es ist schließlich ihrs! Warum muss sich darüber derart aufgeregt werden und wieso müssen solche Entscheidungen ständig kritisiert werden? Darf man nicht auch über die Zerstörung eines Gebäudes traurig sein? Warum?


 


Ja natürlich ist es schlimm und nicht zu verstehen, dass Länder sich bekriegen und nicht in Frieden leben können. Es ist schlimm, dass die Menschen dort kein Dach mehr über dem Kopf haben, verhungern, sterben. Dass Menschen fliehen müssen ist schlimm!

Aber es liegt nicht an denen, die ihr verdientes Geld für eine Kirche – die Notre Dame – ein Gebäude aus Stein spenden, aber es liegt an uns allen – auch an den von uns gewählten Politikern – für ein friedliches Miteinander zu sorgen. Im Großen, wie auch im Kleinen.


 

 

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Photos by Bernd Oelmann

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Ich finde um diese sagenhafte alte Kathedrale darf man einfach trauern. Sie ist Kulturgut – natürlich auch Glaubensstätte – und Notre Dame ist eben auch ein großes Wahrzeichen einer wundervollen Stadt.

Wiederaufbau

Dass Leute Geld für den Wiederaufbau gespendet haben, finde ich phantastisch. Für die Dresdener Frauenkirche haben es damals auch viele getan – und es hat sich gelohnt! Solche Kulturdenkmäler gehören zu uns und die Bauleistung der damaligen Architekten und Erbauer zu erhalten finde ich persönlich auch sehr wichtig!


The Look: Jacket: Therapy, Recycle & Exorcise, Blouse and Sunnys: Karl Lagerfeld, Bag and Shoes: Gucci, Bikepants: Monki

Instagram

2 Antworten to “Notre Dame – and a bit of Paris

  • Liebe Mo, ich finde den Verlust von Notra Dame auch entsetzlich und leide da wirklich. Ich frage mich nur auch, ob man es wirklich einfach wieder rekonstruieren soll, oder als begehbares Mahnmal gestalten sollte. Natürlich ist es es auch toll, wenn hier viele für den Wiederaufbau spenden, aber mich erstaunt es doch auch, wie viele Millionen und Milliarden wohl doch ungenutzt herumliegen und da so schnell mobilisiert werden. Und natürlich ist es für einen großen Konzern besonders hübsch fürs Image für etwas wie dieses Ziel zu spenden, denn das ergibt eine immer bleibende Imageaufwertung. Spendet der Konzern für eine augenblickliche Hungerkrise ist das dem Image nicht so nachhaltig förderlich. Es ist eben viel Marketing-Kalkül. Man könnte ja auch z.B. Modelle Fahren, dass ein Konzern für jeden Euro für den Wiederaufbau auch ein in ein humanitäres Projekt gibt. Ich bin da wirklich zwiegespalten, auch, was eine Rekonstruktion angeht, denn letztendlich wird es niemals mehr die originale Bausubstanz und alte Kirche sein. Und ich wirklich ein großer Bewunderer solchen Kulturguts und habe selbst Kunstgeschichte studiert.

    Viele liebe Grüße
    Chris

    • Liebste Chris,
      sicherlich könnte es bei einigen Firmen/Konzernen unter Imageaufwertung laufen, wenn sie für die Notre-Dame spenden. Aber auch bei ihnen git: sie können ihr Geld ausgeben, wie sie es für richtig halten. Natürlich hast Du recht, eine Rekonstruktion ist kein Original mehr, aber ich denke, dieses ehrwürdige Gebäude sollte wieder komplett aufgebaut werden. Die Zerstörung als Mahnmal so stehen lassen – wie zB. die Gedächtniskirche hier in Berlin, oder wohl möglich auch noch eine moderne Konstruktion als Kontrast zu erstellen – finde ich persönlich nicht so gut.
      Liebe Grüße und einen wunderschönen Tag.
      Mo

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