Trend: Kuschelstrick

 

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Trend: Kuschelstrick

 

 

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Aus meiner neuen Reihe „Trend“ gibt es heute den geliebten Kuschelstrick.

Nichts ist für mich im Herbst-Winter schöner, als die Kuschelstrick-Zeit. Warm, flauschig, lässig und gemütlich – ich trage super gerne Strickteilchen. Pullover, Cardigans oder Strickhosen und Schals  – der Look von Strick gehört für mich zur kühlen Jahreszeit einfach dazu.

 


 

Strick aus Wolle oder Strick aus Kunstfasern ist sicherlich nicht nur eine Frage der Überzeugung der Veganer, sondern einfach auch eine Geschmackssache und auf der anderen Seite auch wirklich eine Geldfrage. Natürlich gibt es auch – so wohl als auch die ein oder anderen Vor- und Nachteile. Ich persönlich mag sehr gerne die Naturmaterialien und bin nicht so sehr der Kunstfasertyp.

Naturfaser vs. Kunstfaser

Leider kann ich nicht alle Wollsorten auf der Haut vertragen. Wenn ein größerer Schafwoll- oder Mohairanteil im Gewebe steckt, reagiert meine Haut mit einem extremen Jucken, was einen das schöne Strickteilchen dann schon manches mal verfluchen lässt.

Man muss natürlich auch wissen und beim Kauf vom geliebten Kuschelstrick mit einplanen, dass die meisten Wollarten der reinste Luxus sind. Deshalb und auch wegen der Strapazierfähigkeit wird häufig ein Wollgemisch für unsere Strickteilchen genutzt.


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Welche Wollsorten für unseren Kuschelstrick gibt es denn eigentlich?


 

Mohair

Mohairwolle stammt von der Angoraziege, aber es ist eben kein Angora, smile … Mohairwolle hat einen leichten Schimmer, ist flauschig und super leicht, übrigens das leichteste natürliche Garn. Durch seine feine Struktur ist es etwas schwierig in der Verarbeitung, weswegen es auch recht kostspielig ist. Man unterscheidet übrigens bei Mohair je nach Alter des Tieres in 3 Kategorien: Kid Mohair, Young Goat Mohair und Adult Mohair.

Angora

Die Angorawolle stammt vom Kaninchen. Auch sie ist eine sehr hochwertige Wolle und äußerst weich, flauschig und wärmend. Allerdings ist die Angora-Wolle nicht unbedingt für Allergiker und schwarze Outfits geeignet, da sie gerne etwas fusselt. Außerdem ist Angora sehr umstritten, denn einige der Erzeuger nehmen es mit dem Tierwohl und dem Schutz der Kaninchen leider nicht sehr genau. Immer wieder gibt es genügend Fälle, bei denen die Kaninchen sehr leiden müssen, weil sie nicht artgerecht gekämmt werden.

Merino

Die Merinowolle stammt von einem Schaf, das eigens dafür gezüchtet wurde. Die Merinowolle hat eine glatte Struktur, ist sehr weich und gleichzeitig wärmend. Die Schafe werden geschoren, was für sie nicht zwingend von Nachteil ist.



 

Alpaka

Diese Wolle gehört zu den Luxus-Wollarten. Alpaka-Wolle ist sehr wärmend, weich und sehr kuschelig. Sie stammt vom Alpaka-Kamel. Die Alpakas werden meist nur alle zwei Jahre ganz geschoren, weshalb die Wolle auch ihren hohen Preis hat. Außerdem ist ihre Rohwolle ungewöhnlich stark und widerstandsfähig, saugfähig und hypoallergen. Übrigens genauso wie beim Lama wirken die Kuschelstrick-Teilchen antibakteriell, wenn sie nicht mit Kunstfasern gemischt werden.

Lama

Lama-Wolle ist äußerst wärmend, gleichzeitig aber auch extrem weich, leicht und langlebig. Diese Eigenschaften machen die Wolle vom Lama zu einem Luxusprodukt, genauso wie die des Alpakas. Auch Lamas werden im Frühjahr geschoren, oft reicht es auch, wenn nur das Bauchfell „gestutzt“ wird.

Schafwolle (Schurwolle)

Die Schurwolle stammt von Schafen und ist die „klassische“ Wolle. Dieses wunderbare Naturprodukt haben schon unsere Vorfahren zur Herstellung von Kleidung verwendet. Schurwolle ist wärmend und zugleich auch wasserabweisend, denn sie enthält noch ihr Wollfett, das Lanolin, worauf manche Menschen allerdings allergisch reagieren können.

Kaschmir

Die luxuriöse Kaschmir-Wolle (Flaumhaar) stammt von Ziegen. Eine Ziege gibt pro Jahr ca.100 g edelste Fasern ab. Deswegen auch ist sie auch nicht ganz preiswert. Die Wolle hat einen seidigen Glanz, sie ist super weich und trotz ihrer wärmenden Eigenschaft sehr leicht. Kaschmirziegen werden übrigens gekämmt und nicht geschoren.


 

Meine Favoriten unter allen Wollsorten sind auf jeden Fall Kaschmir und Merino. Vom Style am liebsten Oversize. Ich kann es gut auf der Haut haben, ist herrlich leicht und angenehm zu tragen. Sicher, der Preis ist oft abschreckend oder zumindest eine Überlegung wert, aber bei einem Lieblingsstück ist es mir dann auch wirklich wert.

Im Moment gibt es gerade auf Kaschmir-Teilchen schon einige Reduzierungen. Ich werde mir sicher auch noch einen weiteren Kaschmirpulli gönnen und erwähne nur mal den Black Friday, für die ganz besonderen Lieblingsstücke, smile …


 

Pflege- und Aufbewahrungstipps für die Kuschelstrick-Teilchen

 

 

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Photos by Bernd Oelmann


 

Das Waschen der Teilchen aus Tierhaaren ist zum Glück nicht so oft nötig. Häufig reicht es nämlich aus, das gute Stück ausgiebig zu lüften. Wenn man sich natürlich einen Fleck eingehandelt hat, bleibt einem das Waschen nicht erspart.

Waschen

  • Strickteile aus Edeltierhaaren sollten am besten in kaltem bis handwarmem Wasser mit sehr wenig mildem Haarshampoo gewaschen werden. Babyshampoo wäre sogar noch besser. Die Stücke möglichst schnell waschen, nicht lange im Wasser liegen lassen und auch nicht auswringen. Man sollte sie mehrmals bei gleicher Temperatur spülen, denn große Temperaturschwankungen können zu Verfilzungen führen, dann anschließend in ein Frotteetuch einwickeln und auch dann erst das Wasser ausdrücken.
  • Bei Kaschmirwolle darf das Wasser möglichst auch nicht wärmer als 30 °C sein, lieber kühler und danach mehrmals in kaltem Wasser spülen.
  • Achtet beim Trocknen darauf, die Strickware auf einem trockenen Frottiertuch vielleicht über einen Wäscheständer zu legen, dann das Stück in die richtige Form bringen und trocknen lassen. Auf keinen Fall in den Wäschetrockner geben und auch nicht in der Sonne oder an der Heizung zum Trocknen auslegen.

 

Bügeln, Pilling und Fussel

  • Bügeln ist okay, wenn ihr die Bügeleiseneinstellung Wolle beachtet, aber trotzdem immer ein feuchtes Baumwolltuch dazwischen legen oder ein Dampfbügeleisen benutzen.
  • Leichte Knitterfalten und Gerüche verschwinden ganz schnell, wenn ihr das Kleidungsstück in die feuchte Nachtluft hängt, oder im Badezimmer für hohe Luftfeuchtigkeit sorgt. Zum Beispiel kurz die heiße Dusche aufdrehen und über Nacht darin hängen lassen (wäre auch ideal auf Reisen).
  • Sehr lästig und ärgerlich ist, dass viele Wollsachen zu „Pilling“ neigen: Es bilden sich diese hässlichen kleine Knötchen, die durch Reibung auf der Oberfläche entstehen. Dank eines Fusselrasierers können sie aber entfernt werden. Aber Vorsicht: BITTE reißt die Knötchen nicht ab, sonst beschädigt oder zerstört ihr die Faser.
  • Stricksachen solltet ihr grundsätzlich liegend aufbewahren.
  • Pullis aus flauschigen Garnen beim Stapeln im Schrank möglichst obenauf legen, damit die Härchen nicht so gedrückt werden.

Ach, wenn euch bei der Angora- oder Mohairwolle die feinen Härchen in der Nase kitzeln, könnt ihr euer Lieblingsteil einfach ein paar Stunden ins Gefrierfach legen, dann ist Schluss mit kitzeln, smile …


 

Bei Strickteilen aus Kunstfaser sieht einiges schon ganz anders aus. Natürlich spielt hier der Preis auch eine entscheidende Rolle. Trotzdem sollte man auch bei diesen Lieblingen einiges beachten.

Zwar müssen eure schönen Stücke öfter gewaschen werden als die Echthaar-Teilchen, denn bei Kunstfaser entstehen und halten sich eben schneller die Gerüche. Trotzdem empfehle ich euch auch hier überwiegend Handwäsche oder das Wollprogramm der Waschmaschine.

Denkt bitte daran, auch diese Stücke liegend zu trocknen, da sie sonst sehr schnell ausleiern können und beim Pilling kann auch hier der Rasierer genutzt werden.

Für welche Strickware ihr euch auch entscheidet, achtet auf die Pflege, damit ihr lange Freude daran habt. Denn auch das ist ein Stückchen Nachhaltigkeit!

 

 

 

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